Urban Diversity


– eine fotografische Dokumentation über Tel Aviv

Urbaner Raum ist lebendig und diffus. Er ändert sich ständig und gleichzeitig auch die Stadtlandschaft. Die Geschichten der Gebäude bleiben dabei aber häufig unerzählt, sie verbergen sich hinter Stein- oder Betonmauern und in den Köpfen der Menschen, die in dem Gebäude leben.

Urban Diversity“ wurde im April 2014 geplant und zwischen Juni und November 2014“ umgesetzt. Das Projekt fand insbesondere von Maze9 (Tel Aviv) Unterstützung und wurde dort in der gleichnamigen Ausstellung ab dem 6. bis zum 13. November gezeigt. Die Ausstellung eröffnete mit einer Vernissage am 6. November 2014.


 – weitere Information

Die Idee für mein Projekt „Urban Diversity“ entstand aus diesem Grundgedanken heraus., Eines Morgens, als ich in einem Café in Tel Aviv saß, träumte ich vor mich hin und sah mir die Gebäude in meiner Umgebung an. Ich begann, mich zu fragen, wer und was wohl in den Gebäuden sein würde…? Welche Geschichten verbergen sich hinter den Mauern? Diese Frage ließ mich nicht mehr los, also entschloss ich mich, ein Fotografieprojekt zu machen, um auf eben diese Fragen Antworten zu finden. Bildschirmfoto vom 2014-08-22 09:58:50

Es war von Anfang an nicht so einfach, Teilnehmer und den Ort für meine Ausstellung zu finden. Insbesondere wenn man sich, wie ich, in einem Land aufhält, in dem man nicht aufgewachsen ist und in einer Stadt lebt, in welcher man noch nicht lange wohnt. Doch „Urban Diversity“ stand unter einem guten Stern: Ich lernte viele Tel Avivim kennen, die Lust zum Mitmachen hatten. Die Artikel und Veröffentlichungen über Social Media, insbesondere durch Maze9, das Time Out Israel Magazin und Radio TLV1 hatten daran einen nicht unwesentlichen Anteil. Ich habe die Teilnehmer so nicht selbst ausgesucht, sondern sie sich das Projekt.

Während der tatsächlichen Umsetzung von „Urban Diversity“ durfte ich viele unterschiedliche Gebäude, Wohnungen und ihre Einwohner kennenlernen. Ich erhielt so die Möglichkeit, auch viele interessante und großartige MenscUrban Diversityhen kennenzulernen.

Und ich durfte die Wohnungen mir fremder Menschen betreten und alles, was ich interessant oder beispielhaft fand, mit der Kamera dokumentieren, der Sache ein esicht verleihen und es mit Leben füllen. Wer lebt wo, warum und wie? „Urban Diversity“ versucht einen subjektiven Einblick in die Gebäude und das Leben in der Stadt, aus einem anderen Blickwinkel, zu geben. Letztlich veröffentlichte ich Fotos von 13 unterschiedlichen Gebäuden und 18 Teilnehmern.

Damit verfolgte ich mein Konzept weiter: Die Teilnehmer hatten nicht vorab die Möglichkeit, meine Auswahl direkt zu beeinflussen. Sie wurden darum gebeten, die Wohnung für das Fotoshooting so zu hinterlassen, wie sie war (ich kann jedoch nicht nachweisen, ob sie sich wirklich daran gehalten haben). Bei den Treffen haben wir uns besser kennengelernt. Aber während meiner Arbeit konnte ich komplett frei agieren. Den Teilnehmern wurden vor der Ausstellung lediglich ihre Porträtfotos gezeigt. Ihre eigene Wohnung und das Haus konnten sie erst bei der Ausstellungseröffnung sehen.

Nach der Eröffnung und dem Erstellen meiner Website entschloss ich m ich letztlich dazu, mit dem Projekt „Urban Diversity“ weiterzumachen und es noch vielfältiger werden zu lassen. DaruPA209294.jpgm zeige ich online deutlich mehr Fotos, als es in der Ausstellung möglich war. Der Grund, dass sie nur hier gezeigt werden, ist simpel: finanziell und aus Kapazitätsgründen der Ausstellungsfläche war es schlichtweg nicht möglich.

„Urban Diversity“ wird derweil in Tel Aviv weitergeführt und auch auf Jerusalem ausgeweitet. Wenn Sie Interesse daran haben, Teil der „Urban Diversity“ zu werden, schreiben Sie mir einfach über das Kontaktformular.


DSC02922bkl“Urban Diversity“ ist ein Projekt der Fotografin Stefanie Pietschmann, die ihre Arbeiten bereits seit Jahren unter dem Pseudonym PIETSCHY veröffentlicht.

Das Bedürfnis über den eigenen Tellerrand zu schauen und der grenzenlose Drang den Auslöser zu drücken, sind die Gründe, warum ich 2009 damit begonnen habe, meine Arbeit zu veröffentlichen.

Eher durch Zufall entdeckte ich einst meine Faszination zur Fotografie. Im Laufe der Zeit begann ich mich mehr und mehr damit zu beschäftigen und mir autodidaktisch das Handwerk anzueignen. Inzwischen nimmt die Fotografie mehr und mehr Zeit in meinem Leben ein.

Das Resultat meiner Arbeit sind Bilder, die nicht immer das zeigen, was man sehen will. Es ist Dokumentarkunst, um zu irritieren und zu inspirieren, indem Gegenhorizonte zu einer nach Perfektion strebenden Gesellschaft aufgezeigt werden. Der Bruch mit dem Selbstverständnis der Makellosigkeit sozusagen. Meine Bilder sind ein ungeschönter Blick auf die Welt aus einem schrägen Blickwinkel.

Im April 2014 entstand die Idee zu „Urban Diversity“, ein Projekt, das ich zwischen Juni und November 2014 in Tel Aviv verwirklicht habe.


Ausstellungen Und Dokumentationen
  • November 2014 „Urban Diversity“ – exhibition, מזא“ה 9 (Tel Aviv, Israel)
  • April 2014 Urban Diversity – photography project (Tel Aviv/ Jerusalem, Israel)
  • 2014 Kit und Klampfe – Artwork for Album (Bremen, Germany)
  • 2014 „בית חם“ – Documentary of social and youth center (Lod, Israel)
  • 2014 M.A.U.G. – Artwork for the magazine (Germany)

Fotos: Ido Biran

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